B I E N E N T Ü R M E

 

Bienentürme

 

Die Bienentürme

Die Skulpturenreihe „Bienentürme“, versteht den Raum als lebendigen Organismus. Die geometrischen Pfeilerformen sind nicht lediglich Produkt einer Auseinandersetzung mit Proportionen, sondern Medium zu vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Betrachter, Form und Licht sowie der Natur überhaupt. Die Ausgangsidee für die Bienentürme war der Wunsch, belebte Skulpturen zu schaffen. Skulpturen, die den Raum in dem sie ihre Aufstellung finden nicht lediglich besetzen.

Also wird der Betrachter der Bienentürme an einigen Stellen der Figuren kleine Löcher entdecken. Diese Öffnungen sind Einladungen an Insekten, vornehmlich holzliebende Bienenarten, die mit der Zeit den Weg in die Hohlräume der Skulptur finden werden, um den Ort als Platz für ihre Eiablage zu nutzen. Dies bringt es mit sich, dass die Insekten sowie Wettereinflüsse Spuren am Holz hinterlassen, und die Skulptur schrittweise in den lebendigen Kreislauf der Natur eingliedern werden. Man ist eingeladen, diesem Schauspiel zu folgen, und die Dimensionen von Zeit bewusster zu erleben.

Das in diesem Rahmen ein Refugium für Tiere geschaffen wird, und sich die Skulpturen buchstäblich als Lebensräume präsentieren, ist wichtiger Bestandteil des Konzeptes „Bienentürme“, das Kunst als interaktives Medium zwischen den Erscheinungen des Lebendigen begreift.

Im letzten Jahr wurde der erste Bienenturm in Rösrath bei Köln aufgestellt. In diesem Jahr folgte die zweite Skulptur für die Alexander von Humboldt Stiftung in Mexiko–City, Xochimilco. Weitere Skulpturen befinden sich in Vorbereitung. Weitere Interessenten sind herzlich willkommen. Bitte wenden sie sich an: info@stoeckerkunst.de

Zur Biologie

Die Bienentürme werden vornehmlich von holzliebenden Bienen, sogenannten Solitärbienen, aufgesucht. Solitärbienen sind solche Arten, die keine Staaten bilden und ein eher unscheinbares, einzelgängerisches Leben führen. Sie nutzen kleine Hohlräume, in denen sie bis zu fünf Eier platzieren.

Nach O´Toole besitzen die Solitärbienen erhebliche Wichtigkeit für die Aufrechterhaltung der natürlichen Vegetation in tropischen wie gemäßigten Zonen. In hochspezialisierten Symbiosen mit den jeweils ortsansässigen Pflanzengesellschaften übernehmen sie deren Bestäubung und sind somit verantwortlich für deren Vermehrung. Ebenso wichtig und nützlich sind sie für die Bestäubung und Fruchtbringung der Nutzpflanzen. Die Solitärbienen sind sogar hauptverantwortlich für die Bestäubung der Pflanzen, und somit am Erhalt der Fauna stärker beteiligt als die Honigbiene. Zu den bekannten Arten zählen unter anderem: Bombus terrestris, Nomnia melanderi und Osmia rufa.
Auf Grund ihrer einzelgängerischen Lebensweise stellt die Gegenwart von Solitärbienen in Wohngebieten keine Gefahr für den Menschen dar. Die Bienentürme sind keine ständig umschwärmten Plätze, sondern dienen, wie schon erwähnt, lediglich zur Eiablage. Trotzdem ist es möglich die Bienen beim Schlüpfen zu beobachten.

Links:

www.curandote.com/polinizacion.htm (automatisch generierte englische Übersetzung hier)


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